Mentorenprogramm

Die Bildunterschrift

Die Bildunterschrift ist Brücke vom Bild zum Artikel. Weil das Bild betrachtet wird, BEVOR man den Artikel liest, darf die Bildunterschrift nichts voraussetzen, was erst im Artikel erwähnt wird.

1. Die Bildunterschrift sollte die “W’s” beantworten (siehe früherer Tipp).

2. Die Bildunterschrift soll eine geschlossene Informationseinheit sein, ähnlich einem Vorspann: kurz und prägnant. Sie soll den Blick noch einmal auf das Bild lenken, das meist nur zwei Sekunden betrachtet wird, und sie soll den Leser neugierig machen und in den Artikel hineinziehen.

3. Alle erkennbaren Personen sollten genannt werden. Bei Gruppenbildern nur die wichtigsten nennen, die auch im Text vorkommen. Die Reihenfolge der Nennung ist entweder nach Wichtigkeit oder von links nach rechts. Auf jeden Fall müsst ihr den Leser eindeutig klarmachen, wer was ist: (z.B.: Heini Schmidt (li.) und Andrea Müller)

4. Wahrheitspflicht: Die Bildunterschrift muss das wiedergeben, was auf dem Bild zu sehen ist. Ein Archivbild darf beispielsweise nicht als aktuell ausgegeben werden; der Sinn des Bildes darf nicht durch den Text entstellt oder verfälscht werden.
ABER NICHT: Lediglich beschreiben, was der Leser automatisch auf dem Bild sieht, auf diese Weise kommt er an keine neue Information.

5. Den Bildautor nicht vergessen!

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