Mentorenprogramm

Zitate

Zitate lockern einen Text auf. Niemand möchte gerne Absatz für Absatz nur pure Fakten lesen. Ohne Beispiele können die sogar rasch langweilig und abstrakt sein. Kommt jedoch ein Experte oder Betroffener zu Wort, werden die Aussagen im Text glaubwürdiger. Zuviel davon ist aber auch nicht gut – auf die ausgewogene Mischung kommt es an. Wie so oft gilt auch hier: Weniger ist manchmal mehr. Die folgenden Tipps können helfen:

 1. Eindrücke und Emotionen

Subjektive Aussagen wie Bewertungen, Behauptungen und Erfahrungen werden in der Regel als Zitat geschrieben, da sie nicht nachprüfbar sind. Dagegen sollten belegte Fakten idealerweise im Fließtext stehen.

Beispiel: Nicht: „Über die gesamte Anlage haben wir mehr als 150 Glühbirnen installiert. Die grünen gefallen mir am besten.“ Sondern: Auf der gesamten Anlage sind mehr als 150 Glühbirnen installiert. „Die grünen gefallen mir am Besten“, sagt Kevin.

2. Konkrete Quellenangabe

Vorsicht mit vagen Quellenangaben, wie „Experten meinen“ oder „Bauarbeiter sagen“. Es gibt unwahrscheinlich viele von ihnen, die wenigsten haben jedoch mit dem aktuellen Text zu tun. Also nicht alle in eine Schale werfen, sondern die Quelle möglichst konkret benennen.

3. Die richtige Mischung

Die besondere Würze liegt in der Mischung zwischen Fließtext, direkter und indirekter Rede und der Länge der Zitate. Zu lange Zitate sind oft schwer lesbar, also klar und verständlich formulieren. Zu viele Zitate können einen Text auch überfrachten. Also pro Absatz lieber ein knackiger Satz in direkter und nicht mehr als zwei in indirekter Rede.

Beispiel: Viele Paare sind der Meinung, dass sie die Zweisamkeit vielleicht gar nicht so sehr schätzen würden, wenn sie sich öfter sehen würden. Die Psychologin Fanny Jimenez fasst das so zusammen: „Fernliebende sind zufriedener als Paare, die zusammenleben.“ Allerdings mit einer Einschränkung: Diese Phase sollte nicht länger als drei Jahre dauern. Danach sinke der Zufriedenheitswert.

4. Kein Fachchinesisch, bitte!

Beim Schreiben immer dem Leser im Kopf haben. Der will schließlich verstehen, was er liest. Das bedeutet: stets genau bleiben. Das bedeutet oft, unverständliche wörtliche Zitate in verständliche Form zu bringen. Wichtig ist, dass der Sinn der Aussage dabei erhalten bleibt. Es gilt: Klares Deutsch statt Fachsprache.

Beispiel: Nicht:„Anhand der Genitalmorphologie der Tiere lassen sich Rückschlüsse auf die Reproduktionsstrategien verschiedener Organismen ziehen.“ Sondern: „Die Art der Fortpflanzung verschiedener Tierarten ergibt sich aus dem Bau ihrer Geschlechtsorgane.“

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